Candys Bonboniere. Klatsch & Köstlichkeiten

Kraftstrotzende Eber galten schon bei den Germanen als Sinnbild für Kraft und Fruchtbarkeit. Und auch bei alten Römern und Griechen galten Menschen, die viele Schweine besaßen, als gut situiert und gesellschaftlich entsprechend privilegiert. Das Schwein war also ein deutlich sichtbares Zeichen für Wohlstand.

Da Schweine Allesfresser sind, hatten sie schon immer das Zeug dazu, ihre Besitzer reich zu machen. Im Mittelalter liefen die Tiere frei in den Gassen umher und vertilgten alles Fressbare, das ihnen vor den Rüssel kam. Schweine waren ökologische Müllentsorger auf vier Beinen. Dieses Verhalten machten sich Menschen schnell zunutze: Man nehme ein Ferkel, füttert es mit Abfällen und Speiseresten und bald hat man ein schönes großes Schwein, das sich gut verkaufen lässt. Aus Abfällen Geld machen, bei wenig Aufwand – was für ein Glück.

Schwein gehabtDas deutsche Sprichwörter-Lexikon erklärt zu „Schweineglück haben“: Unverdientes, unerwartetes Glück. Man vermutet, dass dieser Ausdruck ebenfalls aus dem Mittelalter stammt. Damals bekam bei Wettkämpfen der Letzte / Schlechteste ein Schwein und wurde mit spöttischen Glückwünschen nach Hause geschickt. Kein schlechter (Trost)preis, wenn man bedenkt, wie schnell ein gut genährtes Schwein an Wert gewinnt. Der vermeintliche Verlierer des Wettkampfes hatte also doch noch einmal Glück = Schwein gehabt.

Laut einer anderen Theorie liegt der Ursprung des Glücksschweins ganz woanders. Statt Wandergesellen oder Studenten mit Geld für ihre Hilfe auf dem Hof zu entlohnen, übergab der Bauer ihnen zum Abschied ein Ferkel und wünschte dazu viel Glück und Wohlergehen für die Zukunft.Bei jedem Einkauf sparen mit Candypoints bei Candy And More

Im 16. Jahrhundert kam das Schwein zu weiteren Ehren: Es wird zum echten Sparschwein. Ein Tongefäß in Form eines Schweinchens. Dieses Sparschwein wird nicht mit Abfällen, sondern mit Münzen gemästet und wenn es richtig schwer geworden ist, geschlachtet.

Heutzutage werden Glücksschweine vorwiegend zwischen den Jahren, an Silvester und Neujahr verschenkt. Natürlich keine echten Ferkel, sondern süß und putzig geformte Schweine aus Marzipan. Oft werden diese rosa Schweinchen mit weiteren Glücksymbolen wie das vierblättrige Kleeblatt, einer Münze oder einem Schornsteinfeger bzw. dessen schwarzen Zylinder kombiniert. Mehr Glück als so ein süßes Marzipanschwein, bietet weit und breit kein anderes Schwein.

Glücksschwein aus Marzipan

 

 

 

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