Candys Bonboniere. Klatsch & Köstlichkeiten

Heute mal Vegetarier. So ganz spontan fällt das überhaupt nicht schwer, denn es ist gerade Fastenzeit und der gute Christ verzichtet da sowieso auf Fleisch. Alles kein Problem. Schließlich gibt es leckere Mehlspeisen, sogar solche, die Fleisch vor Gott verstecken (Maultaschen) und Fisch ist auch erlaubt. Wer ganz auf feste Nahrung verzichten will, trinkt als gläubiger Katholik ersatzweise Bier. Am besten gleich Starkbier oder Vitamalz, beides gibt mehr her als dünnes Nordbier.

Heutzutage ist das mit dem Fasten ohnehin ganz anders. Der Mensch entscheidet sich bewusst, auf lieb gewonnene Nahrungsmittel oder Gewohnheiten zu verzichten. Die Auswahl ist so vielfältig, wie beliebig: Internet, Smartphone, Alkohol, Kino, Süßigkeiten … jedem das Seine und alle haben dabei ein gutes Gefühl. Ja, sie sind willensstark, können sich Ziele setzen und diese durchhalten. Allerdings immer nur für kurze Zeit: 40 Tage vor Ostern, um genau zu sein.

Der Wille, öffentlich zu fasten ist ein gesellschaftliches Phänomen. Das hat auch nichts mit der ursprünglichen religiösen Bedeutung zu tun, sondern ist  ein zeitlich genau definierter Trend. Man bekennt sich öffentlich etwas zu tun, was derzeit schwer angesagt ist. Man hätte auch bei Facebook das Profilbild vierzig Tage lila umranden oder, wie es vor einigen Wochen angesagt war, gegen das Bild einer Giraffe austauschen können. Für den Einzelnen bedeutet es nichts weiter als Teil einer großen Menge von Menschen zu sein. Kurz: Dabei sein ist alles.

Zurück zur Currywurst, die ja auch nicht mehr das ist, was sie früher mal war. XOX Pommes Currywurst ist ein vegetarischer Kartoffelsnacks (so wie die meisten Kartoffelsnacks!), der allerdings mit dem typischen Geschmack von Currywurst mit Pommes verführt. Ein Trost für alle Teilzeit-Vegetarier. Schmackhaft, würzig, tomatig und kross. XOX Pommes Currywurst schmeckt bekennenden Freunden der Original Currywurst sicher genauso gut wie bekennenden Vegetariern und der Snack passt perfekt zur Fastenzeit. Kein Fleisch, kein Alkohol, keine Schokolade, kein Internet, kein … bitte nach Gusto selbst ausfüllen.

Fazit: Öffentliches Fasten ist Quatsch. Will jemand ernsthaft abnehmen, muss er seine Ernährung komplett umstellen und / oder ein Leben lang Spaß finden am Verzicht. Und möchte jemand im religiösen Sinn fasten, braucht er dazu weder Öffentlichkeit noch Me-too-Lippenbekenntnisse vermeintlicher Freunde, sondern eher Ruhe und Gelassenheit.

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